Um eine Marke im Kopf der Konsumenten zu verankern, ist es von großer Bedeutung, ein konsistentes Markenbild aufzubauen. Hier kommen die Begriffe „Branding“ und „Corporate Design“ ins Spiel. Für gewöhnlich haben Unternehmen Konzepte, welche Vorgaben und Richtlinien rund um die zwei Begriffe beinhalten. Dabei sollte auch auf die digitale Sphäre, speziell auch auf Social Media, nicht vergessen werden. Erfahren Sie in diesem Beitrag, warum ein Branding-Konzept und ein einheitliches Corporate Design auch in Social Media wichtig sind und wie Sie es schaffen, auch online ein unverwechselbares Markenbild aufzubauen.
Die Markenpräsenz in Social Media
Für Unternehmen ist es mittlerweile unabdinglich, in Social Media vertreten zu sein – eine Markenpräsenz in Social Media aufzubauen ist allerdings nicht so einfach, wie es scheint: die Strukturen von Social Media sind flüchtig, die Kommunikation erfolgt schnell und dynamisch. User in Social Media können mit jedem veröffentlichten Posting, das mit einer Marke in Verbindung steht, das Bild dieser (mit)prägen – schnell wird online aus einem stimmigen Konzept ein wirres Konstrukt. Damit Sie von Ihrer Markenpräsenz in Social Media profitieren können, ist es wichtig, das Erscheinungsbild der Marke über die verschiedenen Social-Media-Kanäle konsistent zu halten. Ein erfolgreiches Branding und ein durchdachtes Corporate Design für Social Media können hierbei behilflich sein.
Branding und Corporate Design – was steckt dahinter?
Unter Branding versteht man die Entwicklung einer starken Marke, die mit konkreten Botschaften und Emotionen assoziiert wird. Kommt der Konsument in Kontakt mit der Marke, ruft er diese Emotionen und Botschaften jedes Mal automatisch und unterbewusst auf – es geht also darum, eine Marke erlebbar zu machen.
Corporate Design bezeichnet das gesamte visuelle Erscheinungsbild einer Marke bzw. eines Unternehmens. Das Logo, verwendete Schriften und Farben sowie die Bildwelt bzw. Bildsprache sind z.B. Bestandteil des Corporate Designs. Zusammen mit anderen Komponenten wird ein stimmiges und einheitliches Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit geschaffen. Damit soll ein Wiedererkennungswert und Bekanntheit erreicht werden.
In größeren Unternehmen ist es üblich, dass Richtlinien und Vorgaben rund um’s Branding und Corporate Design in einem sogenannten „Corporate Design Manual“ oder „Brand and Design Guide“ zusammengefasst sind. Markenauftritte sind heutzutage im besten Fall crossmedial, also für verschiedene Medien als auch für Print und Digital, konzipiert. Wie bereits erläutert, darf hierbei auch Social Media nicht unbeachtet bleiben.
Erfahren Sie im Folgenden, was Sie bei der Entwicklung eines Branding- bzw. Corporate-Design-Konzepts für Social Media beachten müssen:
- Achten Sie darauf, dass das Logo Ihrer Marke auf Ihren Social-Media-Plattformen präsent ist. Es sollte sichtbar und nicht zu klein auf z.B. Bildern platziert werden, damit die Marke sofort erkannt wird. Oftmals dienen Logos – auch manchmal in abgewandelter, angepasster Form – als Profilbild für die verschiedenen Social-Media-Accounts.
- Es sollten höchstens 3 verschiedene Schriftarten verwendet werden. Allerdings ist Kreativität in Social Media erwünscht und Regeln dürfen auch mal gebrochen werden. Je nach Anlass kann auch eine Handschrift-Font passend sein, obwohl die sonstige Markenpräsenz eher clean ist – dennoch sollte die Schriftkombination zur Markenpersönlichkeit passen und stimmig sein.
- Eine einheitliche Verwendung von Farben steigert den Marken-Wiedererkennungswert. Farben spielen in Social Media vor allem bei der Präsentation des Logos oder anderer Grafiken eine Rolle. Wenn Grafiken speziell für Social Media erstellt werden, sollten unbedingt die definierten Farben des allgemeinen Corporate Designs für z.B. Schriften und Formen verwendet werden. Benutzen Sie höchstens zwei bis vier Farben. Auch Bilder bzw. Fotos sollten auf die definierte Farbwelt abgestimmt werden.
- Bilder sind das Um und Auf in sozialen Netzwerken – auf Facebook bekommen Bilder und Videos um ein Vielfaches mehr Aufmerksamkeit, Instagram und Pinterest leben quasi gänzlich davon. Bilder emotionalisieren und bannen sich somit den Weg ins Unterbewusstsein der Konsumenten – auch dies steigert die Wiedererkennung. Sie sollten sich also die Frage stellen, welche Gefühle mit den Bildern hervorgerufen werden sollen – je nachdem wählen Sie Filter auf z.B. Instagram aus. Verwenden Sie nicht zu viele verschiedene Filter und achten Sie darauf, dass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Auch die Bildbearbeitung sollte einem bestimmten Schema folgen – im Idealfall gibt es Vorlagen für Grafiken und Bilder.
- Auch das geschriebene Wort in Social Media, also Text wie Bildunterschriften und Status-Updates oder auch die Kommunikation mit Usern, sind Teil des Brandings. Es sollte festgelegt werden, mit welcher „Stimme“, Tonalität ihre Marke in Social Media kommuniziert. Freundlich oder doch sarkastisch? Humorvoll oder sachlich-professionell? Von großer Bedeutung ist auch, wie die Ansprache der User erfolgt – sprechen Sie Ihre Kunden mit „Du“ oder „Sie“ an?
Zuletzt wollen wir Sie darauf hinweisen, dass das Branding und Corporate Design für Social Media natürlich auch an das generelle Konzept angepasst werden muss und basierend darauf erstellt wird. Außerdem sollte das Branding- bzw- Design-Konzept auf sämtliche Social-Media-Präsenzen einer Marke bzw. eines Unternehmens – sei es Facebook, Instagram oder Pinterest – übertragbar sein. Beachten Sie dies, steht dem Aufbau eines konsistenten und somit unverwechselbaren Markenbilds nichts mehr im Wege!







