Heute starten wir mit einer Beitragsreihe, in der Ihnen Angela Pengl-Böhm als diplomierte Trainerin für Erwachsenenbildung Tipps und Tricks rund um die Themen Rhetorik, Präsentationstechnik und Medientraining geben wird.
5 Tipps gegen Redeangst
Jeder von uns kennt das. Die Präsentation eines großen Projektes steht an, Sie müssen einen Vortrag zu Ihrem Spezialgebiet vor Studenten halten, der beste Freund wagt sich vor den Traualtar und wünscht sich eine unterhaltsame Hochzeitsrede…. Situationen, die uns zumindest Respekt einflössen.
Denn den meisten von uns fällt es schwer, vor Publikum zu sprechen. Wir reagieren mit Furcht, mit Abwehr, mit Herzrasen…. Das ist normal, da man sich in einer Ausnahmesituation befindet. Und Redeangst gehört zu den am weitesten verbreiteten Ängsten. Mit ein paar Tricks lernen Sie, die nächste Präsentation oder Rede souverän und ohne Furcht zu halten. Stellen Sie sich der Situation und üben Sie einfach immer wieder. Hier meine fünf persönlichen Tipps gegen Redeangst.
1. Vorbereitung ist die halbe Miete
Bereiten Sie Ihre Rede gut vor. Die erste Frage ist hier: wer sind meine Zuhörer, zu wem spreche ich. Dann überlegen Sie sich, was Sie sagen wollen. Menschen, die es nicht gewohnt sind, regelmäßig vor Publikum zu sprechen, empfehle ich zunächst ein Brainstorming oder eine Mind Map. Sammeln Sie hier alles, was Sie sagen möchten. Dann ordnen Sie ihre Gedanken und bringen Sie eine Struktur in die Rede oder den Vortag. Halten Sie sich an die KISS-Regel: keep it short and simpel. Zur Vorbereitung einer Rede bieten wir auch entsprechende Coachings an.
2. Ziele sind wichtig
Formulieren Sie 1- 3 Botschaften, die Sie transportieren möchten. So haben Sie ein Ziel. Fragen Sie sich: „Was will ich mit meinem Vortrag erreichen? Was will das Publikum wissen und was interessiert meine Zuhörer?“
3. Übung macht den Meister
Wenn Sie Ihre Rede oder Präsentation fertig haben, lesen Sie die Rede laut vor und/oder bitten Sie eine Ihnen nahestehende Person, Ihnen beim Üben zuzuhören. Dann wissen Sie gleich, ob Ihre Inhalte und Formulierungen auch verstanden werden. Entsprechend dieses Feedbacks adaptieren Sie Ihren Vortrag. Mein persönlicher Tipp: Nehmen Sie sich mit dem Smartphone selbst auf – damit erkennen Sie Stärken und Schwächen sehr genau. Üben Sie so lange, bis Sie das Gefühl haben, dass Ihre Rede wirklich sitzt.
4. Die Nerven behalten
Wenn Sie kurz vor Ihrer Rede stehen, so wirkt Bewegung, zum Beispiel ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft, wahre Wunder. Aber auch indoor kann man sich gut aktivieren: schütteln Sie Ihre Beine und Füße kräftig aus, laufen Sie auf dem Stand, kreisen Sie Ihre Arme…. Denn dadurch vermindert sich der Stress. Atmen Sie bewusst, aktivieren Sie Ihr Zwerchfell, indem Sie gähnen, und atmen Sie auch tief aus, am besten auf einem leicht hörbaren „f“ und zählen Sie dabei im Geist mit. Wenn Sie einige Male lang und tief ausatmen, werden Sie ruhiger. Atem- und Entspannungsübungen helfen, die Nerven zu behalten.
5. Offenheit zeigen
Wir sind alle nur Menschen, also sagen Sie ruhig vor der Präsentation, dass Sie ein wenig aufgeregt sind. Keiner wird Sie deshalb auslachen. Seine Ängste und Bedenken offen zuzugeben, zeugt von Mut und macht Sie beim Publikum sympathisch. Und selbst wenn Sie während der Rede den Faden verlieren oder sich verhaspeln, so ist das kein Malheur. Trinken Sie einen Schluck Wasser, atmen Sie tief ein, suchen Sie sich Ihren Anknüpfungspunkt am Stichwortzettel und sprechen Sie einfach weiter.
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen. Gerne bieten wir Ihnen auch unser auf Sie maßgeschneidertes Rede-Coaching an. Melden Sie sich gerne bei uns!








